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Alfred Wegener
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Alfred Lothar Wegener (* 1. November 1880 in Berlin; â November 1930 auf GrĂśnland) war ein deutscher Meteorologe sowie Polar- und Geowissenschaftler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine â erst posthum anerkannte â Theorie der Kontinentalverschiebung, die eine wesentliche Grundlage fĂźr das heutige Modell der Plattentektonik wurde. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem fĂźr seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.
Contents
⢠Leben
⢠Frßhe Jahre
⢠Marburger Jahre
⢠Erster Weltkrieg
⢠Meteorologie
⢠Wirkung
⢠Ablehnung
⢠Mitgliedschaft
⢠Ehrungen
⢠Werke
⢠Literatur
⢠Bßcher
⢠Aufsätze
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben
FrĂźhe Jahre
Alfred Lothar Wegener wurde 1880 als das jĂźngste von fĂźnf Kindern einer Pastorenfamilie geboren. Sein Vater war Richard Wegener (1843â1917), Theologe und Lehrer fĂźr Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Ein Vetter von Alfred Wegener war der Schauspieler Paul Wegener. Sein UrgroĂonkel war der Theologe Wilhelm Gabriel Wegener, ein enger Jugendfreund Alexander von Humboldts.
Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Direktorenhaus der alten GlashĂźtte in ZechlinerhĂźtte bei Rheinsberg als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird bis heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und das Alfred-Wegener-Museum zu finden.cite-ref-1[1] Wegener besuchte das ehemalige KĂśllnische Gymnasium an der WallstraĂe, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 Physik, Meteorologie und Astronomie in Berlin, Heidelberg und Innsbruck. 1902 und 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte Urania in Berlin, wo er mit dem Bamberg-Refraktor astronomische Beobachtungen durchfĂźhrte.cite-ref-2[2] Seine Doktorarbeit schrieb er an der Berliner Universität 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von Julius Bauschinger), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem stĂśrte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist.
1905 wurde Wegener Assistent am Aeronautischen Observatorium Lindenberg bei Beeskow. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Kurt zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse fßr Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der astronomischen Ortsbestimmung mit dem Libellenquadranten diente, stellten die Wegener-Brßder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5 Stunden einen neuen Dauer-Rekord fßr Ballonfahrer auf.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]
Erste GrĂśnlandfahrt
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Hauptartikel
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Danmark-Expedition
Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt vier GrÜnland-Expeditionen teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung fßr einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen Ludvig Mylius-Erichsen war es, das letzte unbekannte Stßck der grÜnländischen Nordostkßste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in GrÜnland bei Danmarkshavn. Die von ihm durchgefßhrten Aufstiege von Wetterdrachen und Fesselballons waren die ersten systematischen Atmosphärensondierungen in polaren Gebieten.cite-ref-5[5] Er nahm an Schlittenreisen teil, die ihn bis auf 81° Nord fßhrten. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-Kßste GrÜnlands mit Hundeschlitten kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben.
Marburger Jahre
Nach seiner RĂźckkehr 1908 war Alfred Wegener bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Privatdozent fĂźr Meteorologie, praktische Astronomie und kosmische Physik in Marburg. 1909 war er aktiv an der GrĂźndung des Kurhessischen Vereins fĂźr Luftfahrt beteiligt, wo er als BallonfĂźhrer meteorologische Messungen, etwa zur RĂźckstrahlung, durchfĂźhrte.cite-ref-6[6] 1909/10 arbeitete er an seinem Buch Thermodynamik der Atmosphäre, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der GrĂśnlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehĂśren zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Ăffentlichkeit vor.cite-ref-7[7] 1911 verlobte er sich mit Else KĂśppen (1892â1992), die zwei Jahre später seine Frau wurde.
Zweite GrĂśnlandfahrt
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Hauptartikel
:
GrĂśnlanddurchquerung 1913
Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten GrĂśnlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf Island, wo die Ponys fĂźr den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man Ăźberhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das Kalben eines Gletschers ausgelĂśscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter Johan Peter Koch einen Unterschenkel und musste fĂźr Monate das Krankenlager hĂźten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Ăberwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer fĂźhrten die ersten Eisbohrungen auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen.
Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurßcklegten wie einst Fridtjof Nansen bei seiner Durchquerung SßdgrÜnlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrÜnländischen Siedlung Kangersuatsiaq entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrßchen die Nahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem Fjord vom Pastor von Upernavik aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.
Nach seiner RĂźckkehr fand die Hochzeit mit Else KĂśppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners frĂźherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen Wladimir KĂśppen. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm.
Der Ehe entstammten drei TĂśchter: Hilde (1914â1936) und Sophie Käte (1918â2012cite-ref-8[8]) kamen in Marburg zur Welt, Hanna Charlotte (Lotte, 1920â1989) in Hamburg. Lotte heiratete im Dezember 1938 den bekannten Bergsteiger Heinrich Harrer, von dem sie nach einigen Jahren geschieden wurde. Käte ehelichte 1939 den Gauleiter der Steiermark, Sigfried Uiberreither.
Erster Weltkrieg
Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der Westfront in Belgien und Frankreich war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zwei Verwundungencite-ref-9[9]cite-ref-10[10] felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum.
Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks Die Entstehung der Kontinente und Ozeane. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die âWiederherstellung der Verbindung zwischen der Geophysik einerseits und der Geographie und der Geologie andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen warâ.
Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab.
1917 untersuchte er den Meteoriten von Treysa wissenschaftlich. 1918 lehrte er an der Landesuniversität Dorpat.
Zwischenkriegszeit
Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden TĂśchtern nach Hamburg, wo er bei der Deutschen Seewarte als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum auĂerordentlichen Professor an der neu gegrĂźndeten Universität Hamburg berufen.
Von 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch Die Klimate der geologischen Vorzeit aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der Paläoklimatologie im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater verÜffentlichte.
1920 erschien die zweite,cite-ref-11[11] 1922 die dritte, vÜllig neu bearbeitete Auflage seiner Entstehung der Kontinente und Ozeane. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. Bemerkenswert ist allerdings, dass Otto Hahn bereits in seiner Monographie Was lehrt uns die Radioaktivität ßber die Geschichte der Erde?, die 1926 im Springer Verlag verÜffentlicht wurde, Wegeners Theorie voll bestätigte.
Wegener hatte gute Aussichten, zum Professor fĂźr Meteorologie an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität berufen zu werden.cite-ref-fasz-12-0[12] Damit wäre die Leitung des PreuĂischen Meteorologischen Instituts verknĂźpft gewesen â und somit eine FĂźlle von administrativen Aufgaben, die ihn von der Forschung abgehalten hätten und vor denen es ihm graute: âEr wollte Professor sein, aber kein Professor mit einem Institut.âcite-ref-13[13] 1924 erreichte Wegener dieses Ziel: Er erhielt den Lehrstuhl fĂźr Meteorologie und Geophysik in Graz. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der Atmosphäre sowie dem Studium der Tromben (WirbelstĂźrme). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten GrĂśnlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzĂśgerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im Rahmen der Professur in Graz nahm er auch die Ăśsterreichische StaatsbĂźrgerschaft an.cite-ref-fasz-12-1[12]
Im November 1926 fand in New York ein wichtiges Symposium der American Association of Petroleum Geologists zur Kontinentalverschiebungstheorie statt. Bis auf den Vorsitzenden verwarfen auch hier fast alle Beteiligten Wegeners Verschiebungstheorie. Drei Jahre später erschien die Entstehung der Kontinente und Ozeane in der vierten, erweiterten und letzten Ausgabe.
Letzte GrĂśnlandfahrt
Vorexpedition
1929 unternahm Wegener seine dritte Reise nach GrÜnland, die als Vorexpedition fßr die Hauptexpedition 1930 geplant war. Sowohl die Vorexpedition als auch die Hauptexpedition wurden von der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft mit Reisemitteln und Sachbeihilfen finanziert.cite-ref-14[14] Begleitet wurde er von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge. Vor Ort rekrutierte Wegener unter anderem den GrÜnländer Tobias Gabrielsen, den er von der Danmark-Expedition kannte. Ziel der Vorexpedition war es, einen geeigneten Standort fßr die Basisstation des Folgejahres auszusuchen und Fragen der Ausrßstung zu klären, insbesondere des Transportsystems, fßr das Hundeschlitten, Pferde und Propellerschlitten in Frage kamen. Wegener nutzte die Gelegenheit auch fßr erste wissenschaftliche Vorversuche wie Eisbohrungen zur Beurteilung der Eisschmelze und -akkumulation sowie seismische Eisdickemessungen.cite-ref-15[15]
Auf der Suche nach einer geeigneten Aufstiegsroute auf das Inlandeis fßhrten die Expeditionsteilnehmer ausgedehnte Reisen mit dem Hundeschlitten durch. Insgesamt wurden dabei 850 km zurßckgelegt.cite-ref-16[16] Wegener und Georgi drangen mit ihrem grÜnländischen Schlittenfßhrer 209 km nach Osten vor und erreichten eine HÜhe von 2500 m.cite-ref-17[17]
Hauptexpedition
Die Hauptexpedition ein Jahr später unter Leitung Wegeners, auf der von drei festen Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises und das ganzjährige Wetter gemessen werden sollten, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Der Zeitverlust von 38 Tagen durch ungßnstige Eisverhältnisse bei der Landung an der Weststation konnte im Folgenden nicht wieder aufgeholt werden. Die erstmals eingesetzten Propellerschlitten versagten aufgrund zu tiefen Neuschnees und zu geringer Motorenleistung.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]
Auf dem RĂźckweg von der Forschungsstation Eismitte (im Wesentlichen einer in das Eis gegrabenen HĂśhle), die er mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgte, kam Wegener vermutlich um den 16. November 1930 ums Leben. Am 12. Mai 1931 fand man Wegeners sorgfältig angelegtes Grab im Eis. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Ăberanstrengung. Sein grĂśnländischer Begleiter Rasmus Villumsen, der ihn bestattet hatte, blieb verschollen, und mit ihm Wegeners Tagebuch.
âAm 10. Mai d. J. traf bei der Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft ein Funktelegramm ein, welches die traurige Kunde brachte, daĂ die zur Rettung des kĂźhnen GrĂśnlandforschers Alfred Wegener ausgesandte Hilfsexpedition die Leiche Alfred Wegeners, 189 km von der WestkĂźste entfernt, unter seinen aufgestellten Skiern in Pelze und Decken eingenäht, aufgefunden hat. Wegener ist allem Anschein nach nicht erfroren, sondern dĂźrfte einem Herzschlag erlegen sein. Seine Aufzeichnungen wurden bei der Leiche nicht gefunden, weshalb man vermutet, daĂ sie sein grĂśnländischer Begleiter Rasmus, der verschollen ist, an sich genommen hat. [âŚ] Wegener hatte die Zentralstation âEismitteâ nach 40tägiger Reise rechtzeitig am 30. Oktober erreicht, Dr. Loewe und ausreichenden Proviant dort zurĂźckgelassen und am 1. November zusammen mit Rasmus wieder den RĂźckmarsch nach dem Westen angetreten, um noch vor weiterer Witterungsverschlechterung auf die Hauptexpeditionsgruppe zu stoĂen. Seit 1. November war er verschollen. Alfred Wegener ist in schweigender Polarnacht ein Opfer seiner Pflichttreue geworden .â
â
Nachruf in den
Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien
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Band 74, 1931
Eine Sammlung von Unterlagen zur Vor- und Hauptexpedition befindet sich heute im Archiv fßr Geographie des Leibniz-Instituts fßr Länderkunde in Leipzig.cite-ref-21[21]
Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung
Wegeners Name hängt eng mit der Theorie der Kontinentalverschiebung zusammen, die zu einer der wichtigsten Grundlagen fßr die heutige Plattentektonik werden sollte. Wegener war nicht der erste, dem der ähnliche Kurvenverlauf der afrikanischen West- und der sßdamerikanischen Ostkßste auffiel. Als er aber im Herbst 1911 zufällig auf die paläontologischen Zusammenhänge zwischen Sßdamerika und Afrika aufmerksam wurde, keimte in ihm die Idee von einem Urkontinent, der zerbrochen war und dessen Teile danach auseinanderdrifteten. Bisher hatte man das Vorkommen bestimmter Fossilien auf verschiedenen Kontinenten mit der Landbrßcken-Hypothese erklärt. Man ging davon aus, dass die Lebewesen der Vorzeit auf solchen Landbrßcken, ähnlich dem heutigen Isthmus von Panama, von einem Kontinent zum anderen gewandert seien.
âWenn ich auch nur durch die Ăźbereinstimmenden KĂźstenkonturen darauf gekommen bin, so muĂ die BeweisfĂźhrung natĂźrlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen. Hier werden wir gezwungen, eine Landverbindung zum Beispiel zwischen SĂźdamerika und Afrika anzunehmen, welche zu einer bestimmten Zeit abbrach. Den Vorgang kann man sich auf zweierlei Weise vorstellen: 1) Durch Versinken eines verbindenden Kontinents âArchhelenisâ oder 2) durch das Auseinanderziehen von einer groĂen Bruchspalte. Bisher hat man, von der unveränderlichen Lage jedes Landes ausgehend, immer nur 1) berĂźcksichtigt und 2) ignoriert. Dabei widerstreitet 1) aber der modernen Lehre von der Isostasie und Ăźberhaupt unseren physikalischen Vorstellungen. Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. [âŚ] Warum sollten wir zĂśgern, die alte Anschauung Ăźber Bord zu werfen?â
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Alfred Wegener
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Brief vom 6. November 1911 an seinen Mentor
Wladimir KĂśppen
Tatsächlich scheint diese Hypothese aber auch schon anderswo in der Luft gelegen zu haben. Bereits am 29. Dezember 1908 hatte der nordamerikanische Geologe Frank Bursley Taylor in einem Vortrag vor der Geological Society of America behauptet, die Kontinente seien nicht abgesunken, sondern langsam auseinandergedriftet. Im Gegensatz zu Taylor (der später zu einem von Wegeners ersten Anhängern wurde) gelang es Wegener jedoch, seine Theorie auch durch vielfältige Untersuchungen in den verschiedenen Zweigen der Geowissenschaften zu untermauern.
Argumente gegen die alte LandbrĂźckentheorie
Wegener wies zunächst auf die Unzulänglichkeiten des bisherigen geotektonischen Modells hin, das von der unveränderlichen Lage der Kontinente ausging (âFixismusâ). Zum Beispiel erkannte er, dass die erst kĂźrzlich entdeckte natĂźrliche Radioaktivität den bisher angenommenen Wärmehaushalt des ErdkĂśrpers vĂśllig Ăźber den Haufen warf. Selbst bei nur mäĂigem Vorkommen von radioaktiven Mineralen im Erdinneren wĂźrde ihre Wärmeentwicklung den bisher behaupteten unaufhaltsamen Erkaltungs- und Schrumpfungsprozess der Erde, der fĂźr die Auffaltung der Gebirgsketten und das Einsinken der Ozeanbecken verantwortlich gemacht wurde, unmĂśglich machen.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte man erkannt, dass die Kontinente aus vorwiegend granitischem Material (dem sogenannten Sial) spezifisch leichter sind als die vorwiegend basaltischen OzeanbĂśden (Sima). Vor Wegener hatte aber niemand diese Idee zu Ende gedacht. Wenn die Kontinente (bzw. die bisher postulierten LandbrĂźcken zwischen den Kontinenten) wirklich in einem isostatischen Gleichgewicht auf dem dichteren Material schwammen, dann konnten sie genauso wenig versinken wie ein Eisberg im Meer. SchlieĂlich war ja auch bekannt, dass ganz Skandinavien von den riesigen Eismassen der letzten Eiszeit in den Untergrund gedrĂźckt worden war, und immer noch konnte man an den fallenden KĂźstenlinien beobachten, wie es ganz von selbst langsam wieder auftauchte.
Ein weiteres Argument gegen die LandbrĂźckentheorie lieferten die Echolot-Messungen des Forschungsschiffes Meteor von 1924 bis 1927 im Atlantik. Diese damals noch sehr junge Technologie erbrachte genauere Informationen Ăźber die Topographie des Mittelatlantischen RĂźckens. Anstatt der erwarteten von Ost nach West verlaufenden und versunkenen LandbrĂźcken zwischen den Kontinenten entdeckte man Ăźberraschenderweise einen von Nord nach SĂźd verlaufenden Gebirgszug in der Mitte des Ozeans.
Beweise fĂźr die Kontinentalverschiebung
Geologische Verbindungen Ăźber Ozeane hinweg
Zur StĂźtzung seiner Theorie konnte Wegener die Ăhnlichkeit von Gesteinsformationen in Indien, Madagaskar und Ostafrika anfĂźhren. DarĂźber hinaus schien ein Gebirgszug in SĂźdafrika seine Verlängerung in einem ähnlich aufgebauten Gebirge in Argentinien zu haben. Präkambrische Gesteine in Schottland entsprachen denen in Labrador (Kanada) auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch die Faltengebirge in Norwegen und Schottland schienen sich in den Appalachen in Nordamerika fortzusetzen.
Paläontologie
Im Bereich der Paläontologie wurden Fossilien der Samenfarn-Gattung Glossopteris samt der zugehÜrigen Flora sowohl in Afrika als auch in Brasilien gefunden. Die fossile Landschnecke Helix pomatia kommt in Europa sowie im Osten Nordamerikas vor, aber nicht im Westen Nordamerikas. Der Mesosaurus wurde in Sßdafrika und in Brasilien gefunden.
Biologie
Noch heute lebende Arten untermauern die These der Kontinentalverschiebung. So leben beispielsweise Manatis in den tropischen FlĂźssen Westafrikas und SĂźdamerikas, Beuteltiere kommen nur in Australien und Amerika vor. Barsche gibt es sowohl in den SĂźĂwasserseen Nordamerikas als auch Europas, Flusspferde leben auf dem Afrikanischen Kontinent und in der Vergangenheit auch auf Madagaskar. Feuchtnasenprimaten haben ihre Verbreitung im sĂźdlichen Afrika, Madagaskar, Indien, Sri Lanka und SĂźdostasien.
Klimazeugen
Als Meteorologe befasste sich Alfred Wegener besonders mit der Geschichte des Klimas auf der Erde (Paläoklimatologie). Gerade auf diesem Gebiet sammelte er einige seiner wichtigsten Argumente: In der Antarktis hatte man Kohlevorkommen entdeckt, die sich fast nur unter tropischen Bedingungen bilden kĂśnnen. Auf Spitzbergen fanden sich tertiäre Fossilien von Bäumen, die heute im Mittelmeergebiet vorkommen. Im Jura existierten dort sogar tropische Pflanzen. Ein weiterer Beleg fĂźr Wegeners Theorie war die Entdeckung, dass die Sahara einst zu groĂen Teilen von Gletschern bedeckt war (Anden-Sahara-Eiszeit). Wie man heute weiĂ, geschah das vor etwa 460 Millionen Jahren im Ordovizium, als Nordafrika als Teil des GroĂkontinents Gondwana in der Nähe des SĂźdpols lag.
Schlussfolgerungen Wegeners
Alle diese verwirrenden Befunde erklärte Wegener mit der Annahme eines ehemaligen Urkontinents, der aufbrach und dessen Teile auseinanderdrifteten. Später wurde fĂźr dieses Konzept der Begriff Pangaea eingefĂźhrt. Ein besonders klares Beispiel liefert Wegeners Rekonstruktion der Klimazeugen in der Epoche der Permo-karbonen Eiszeit: Während sich die heute Ăźber alle SĂźdkontinente verstreuten Vereisungsspuren (wie Moränen, Gletscherschliffe und die kälteliebende Glossopteris-Flora) rund um den damaligen SĂźdpol gruppieren, zeichnen die Salz- und Gipsablagerungen die subtropischen Trockengebiete nach. Die Kohlelagerstätten in Eurasien und Nordamerika gruppieren sich hingegen entlang der damaligen Ăquatorialregion.
Die jungen Kettengebirge, wie die amerikanischen Kordilleren oder die Alpen, wären dann durch das Zusammenschieben der Gesteinsschichten an der Stirnseite der wandernden Kontinente entstanden, ähnlich wie eine Bugwelle. Das Auseinanderbrechen dieses Kontinents in einen nÜrdlichen und sßdlichen Teil schätzte er auf einen Zeitpunkt vor etwa 200 Millionen Jahren.
Selbst die Rolle, welche dem Mittelozeanischen RĂźcken in der heutigen Plattentektonik zukommt, hatte Wegener in gewisser Weise vorausgeahnt:
âDa wir fĂźr grĂśĂere Gebiete doch auch am Boden der Tiefsee isostatische Kompensation annehmen mĂźssen, so besagt der Unterschied [in der Tiefe], daĂ die nach unserer Auffassung alten TiefseebĂśden spezifisch schwerer sind als die jungen. Nun ist der Gedanke wohl nicht von der Hand zu weisen, daĂ frisch entblĂśĂte Simaflächen, wie der Atlantik oder westliche Indik, noch lange Zeit hindurch nicht nur eine geringere Riegheit [Starre] sondern auch eine hĂśhere Temperatur ⌠bewahren als die alten, schon ausgekĂźhlten MeeresbĂśden. Und eine solche Temperaturdifferenz wĂźrde ⌠doch wahrscheinlich genĂźgen, um die relativ geringfĂźgigen Niveaudifferenzen der groĂen ozeanischen Becken untereinander zu erklären. Diese scheinen auch nahezulegen, die mittelatlantische Bodenschwelle als diejenige Zone zu betrachten, in welcher bei der noch immer fortschreitenden Erweiterung des Atlantischen Ozeans der Boden desselben fortwährend aufreiĂt und frischem, relativ flĂźssigem und hoch temperiertem Sima aus der Tiefe Platz macht.â
Allerdings muss betont werden, dass der Boden des Atlantiks fĂźr Wegener im Wesentlichen frisch entblĂśĂt war und nicht âfrisch gebildetâ. Und obwohl Wegener bereits spekulierte, dass es sich bei den groĂen Grabensystemen wie dem Ostafrikanischen Graben um die ersten Anfänge eines neuen Ozeans handeln kĂśnnte, blieb ihm die Bedeutung der vulkanisch aktiven Spaltensysteme auf Island (also auf dem Mittelatlantischen RĂźcken) fĂźr die Kontinentaldrift verborgen.
Ursache der Kontinentalverschiebung
Das Problem an Wegeners Theorie war, dass es ihm nicht gelang, die wirkenden Kräfte plausibel zu machen. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten auf Zentrifugal- und Gezeitenkräfte zurĂźckzufĂźhren, die aber, wie der britische Astronom und Geophysiker Harold Jeffreys 1924 nachwies, dafĂźr viel zu schwach sind. Auch konnten seine Gegner, wie der Leipziger Geologe Franz Kossmat, geltend machen, dass die ozeanische Kruste doch zu fest sei, als dass die Kontinente einfach âhindurchpflĂźgenâ kĂśnnten, wie es Wegeners Theorie nahezulegen schien.
In der letzten Ausgabe seiner Entstehung der Kontinente und Ozeane griff Wegener bei der Suche nach den Ursachen der Drift aber bereits auf die Vorstellungen des Geologen und Geophysikers Robert Schwinner ßber thermisch bedingte StrÜmungen im Erdinnern zurßck. Heute gelten solche KonvektionsstrÜme tatsächlich als der wahrscheinlichste Motor der Plattentektonik. Hierzu entwickelte Otto Ampferer die UnterstrÜmungstheorie.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Wegener erst so spät und so halbherzig auf dieses Konzept einging. SchlieĂlich waren er und Schwinner viele Jahre lang Kollegen an der Universität Graz. MĂśglicherweise spielten Animositäten gegenĂźber dem persĂśnlich schwierigen Schwinner mit; vielleicht begann Wegener aber auch schon, die allgemeine Ablehnung seiner Theorie durch die Geologen mit einer Ablehnung âder Geologenâ im Allgemeinen zu erwidern. Jedenfalls machte sich bei ihm eine gewisse Verbitterung darĂźber breit, dass man ihm als einziges verbleibendes âGegenargumentâ immer wieder vorhielt, er kĂśnne die Ursache der Kontinentaldrift nicht erklären. So ist von ihm der Ausspruch Ăźberliefert, mit der gleichen Logik kĂśnne man die Existenz des Universums in Zweifel ziehen, denn dessen Ursache kĂśnne auch niemand erklären.
Weitere Leistungen
Geologie der Einschlagskrater
Wenig bekannt sind Wegeners Arbeiten auf dem Gebiet der Impaktforschung. Ein Meteorit, der am 3. April 1916 bei Rommershausen in der Nähe von Treysa in Hessen (siehe Meteorit von Treysa) auftraf, veranlasste Wegener, sich mit Einschlagkratern zu beschäftigen, und er schrieb Abhandlungen Ăźber die Entstehung der Mondkrater. Nach systematischen Experimenten mit MĂśrtelklumpen, die er auf Zementpulver fallen lieĂ, vertrat er die Meinung, die Mondkrater seien hauptsächlich von Meteoriten erzeugt worden. Mit dieser Ansicht war er ebenfalls seiner Zeit voraus.
Beim Meteoriten von Treysa suchte Wegener per Zeitungsaufruf Augenzeugen, wobei âauĂer einer mĂśglichst genauen Zeitangabe [âŚ] Beobachtungen Ăźber die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, Ăźber Himmelsrichtung und WinkelhĂśhe, in der die Explosion oder das ErlĂśschen des Meteors stattfandâ von besonderem Wert seien. Mit den Augenzeugenberichten erstellte Wegener seine Berechnungen. Er ermittelte so die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Die Masse berechnete er zu etwa 50 Kilogramm und als Einschlagstiefe ging er von rund eineinhalb Metern aus. Als am 6. März 1917 der Meteorit tatsächlich gefunden wurde, erwiesen sich Wegeners Berechnungen bis auf wenige Kilogramm und Zentimeter als richtig. Bei der berechneten Einschlagstelle lag Wegener allerdings nicht richtig.cite-ref-focus-5403293-26-0[26]cite-ref-welt-153943887-27-0[27]
Schon 1921 prognostizierte er, dass man in Zukunft noch viele Meteoritenkrater auch auf der Erde nachweisen wĂźrde. Zu dieser Zeit war nur der Barringer-Krater bei Flagstaff (Arizona) bekannt, und selbst dieser wurde erst 1930 allgemein als Einschlagskrater anerkannt. Wegener selbst identifizierte und beschrieb 1927 den Kaali-Krater auf der Insel Ăsel (heute Saaremaa, Estland). Dies war damals der vierte Meteoritenkrater, der weltweit bekannt war.
Meteorologie
Daneben forschte Wegener vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie und befasste sich insbesondere mit der Physik der Atmosphäre. Er fĂźhrte als erster das Konzept der Turbulenz in die Meteorologie ein und entwickelte das Konzept der geschichteten Atmosphäre. AuĂerdem beschrieb er als erster korrekt das Prinzip der Fata Morgana als Lichtspiegelung an der Grenze zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten und untersuchte die Entstehung von Wolken und Tornados sowie die Zusammensetzung der Luft in hĂśheren Atmosphärenschichten.
Schon 1918 beschrieb Wegener die Bildung von Haareis auf nassem Totholzcite-ref-wegener-28-0[28] und vermutete einen âschimmelartigen Pilzâ als AuslĂśser, eine Theorie, die von anderen Wissenschaftlern, die rein physikalische Prozesse als Ursache annahmen, angezweifelt wurde, aber im Jahre 2005 bestätigt werden konnte.cite-ref-wagner-2005-29-0[29] 2015 wurde publiziert, dass sich zwar das Eis aus flĂźssigem Wasser in den Poren toten Holzes selbst herausstemmt, doch Stoffwechselprodukte insbesondere einer Pilzart, die in den Poren lebt, das Eis im filigranen Eishaar vor Umkristallisation zu einer kompakten Kruste bewahrt, die sonst eher unscheinbar dĂźnn auftritt.cite-ref-30[30]
Wirkung
Ablehnung
Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der Paläogeograph Edgar DacquĂŠ oder der Belgrader Astronom Milutin MilankoviÄ, unterstĂźtzten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von âGedankenspielereiâ, âPhantasiegebildenâ oder gar von âFieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenenâ. Max Semper schrieb eine Kritik an der Theorie, die in folgende Verspottung der Person Wegeners mĂźndet:cite-ref-31[31]
â[âŚ] so kann man nur um Innehaltung der nĂśtigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschlieĂen, doch kĂźnftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaĂen, Ăźber ihr Tor zu schreiben: âO heiliger Sankt Florian, verschonâ dies Haus, zĂźndâ andere an!ââ
â
Max Semper
:
(1917)
Einer der wohlmeinenderen Kritiker, der Direktor des franzĂśsischen Amtes fĂźr geologische Landesaufnahme Pierre-Marie Termier, meinte zumindest: âSeine Theorie ist ein wundervoller Traum der SchĂśnheit und Anmut, der Traum eines groĂen Poeten.â In Deutschland war besonders die Ablehnung durch die damals maĂgeblichen Geologen Hans Stille und Hans Cloos entscheidend. Während Stille bis zu seinem Tod 1966 ein entschiedener Gegner des Wegenerschen âMobilismusâ blieb, war Cloos zumindest von Wegeners PersĂśnlichkeit beeindruckt und unterstĂźtzte ihn nach Kräften bei der Aufarbeitung der geologischen Fachliteratur.
Da Wegener sich stets der Solidität seiner Theorie sicher war, nahm er selbst die teilweise sehr unsachliche Kritik mit derselben erstaunlichen Gelassenheit hin, die ihn auch auf seinen GrĂśnlandexpeditionen ausgezeichnet hatte. AuĂerdem durchschaute er die Motive seiner Kritiker:
âDie Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin [âŚ]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so wĂźrden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.â
Späte Rehabilitation
Tatkräftige Unterstßtzung erfuhr Wegener nur von dem sßdafrikanischen Geologen Alexander Du Toit, der sich intensiv mit der Vereisungsgeschichte der Sßdkontinente befasst hatte und der bei einem fßnfmonatigen Aufenthalt in Sßdamerika zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien entdeckt hatte, die er aus Sßdafrika kannte. In seinem 1937 erschienenen Buch Our Wandering Continents (Unsere wandernden Kontinente), das er Wegener widmete, wich er jedoch von der ursprßnglichen Theorie ab und postulierte zwei Urkontinente, den Sßdkontinent Gondwanaland und den Nordkontinent Laurasia.
Der irische Physiker und Geologe John Joly und der britische Geologe Arthur Holmes befassten sich mit den Kräften, die die Kontinentalverschiebung bewirken konnten, und verbesserten, unter Einbeziehung älterer Arbeiten der Ăsterreicher Otto Ampferer und Robert Schwinner, das Modell der KonvektionsstrĂśmungen.
Weitere Untersuchungen nach dem Zweiten Weltkrieg, wie die seismische Messung der Mächtigkeit von Meeresbodensedimenten durch den amerikanischen Geophysiker Maurice Ewing, bestätigten Wegeners Annahmen ßber das junge Alter der OzeanbÜden.
Der britische Geophysiker Edward C. Bullard und sein amerikanischer Kollege Arthur Maxwell fanden heraus, dass der Wärmefluss in der ozeanischen Kruste (und besonders an den Mittelozeanischen Rßcken) deutlich hÜher war als in kontinentaler Kruste, so wie Wegener es vorausgesagt hatte.
Nach den Erkenntnissen des Geophysikers Hugo Benioff (1899 bis 1968) ßber die Natur der Tiefseerinnen am Rand des Pazifiks und den paläomagnetischen Messungen von Patrick Blackett (1897 bis 1974) und Keith Runcorn (1922 bis 1995), deren Rekonstruktionen der Lage des Nordpols im Lauf der Erdgeschichte nur Sinn ergab, wenn Europa und Nordamerika einstmals zusammenlagen und dann auseinandergedriftet waren, begann der amerikanische Geologe Harry Hess (1906 bis 1969) die einzelnen Puzzlesteine zusammenzusetzen. Die von Forschungsschiffen Anfang der 1960er Jahre entdeckten Zonen der Ozeanbodenspreizung, an denen neue ozeanische Kruste zwischen den auseinanderdriftenden Kontinenten gebildet wird, lieferten weitere Hinweise zum Verständnis der tektonischen Vorgänge. Ein wesentlicher Beitrag zu dem nun einsetzenden Paradigmenwechsel waren die von einem Team um Marie Tharp und Bruce C. Heezen in den 1950er Jahren erstellten Karten vom Relief der OzeanbÜden. Seit den 1970er Jahren ist die aus diesen Untersuchungen hervorgegangene Plattentektonik in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt.
Der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch satellitengeodätische Messungen erbracht werden.
Sonstige Rezeption
Bereits 1934 erwähnte der Schriftsteller H. P. Lovecraft im siebenten Kapitel seiner Horror-Erzählung Berge des Wahnsinns Wegeners damals noch allgemein abgelehnte und wenig beachtete Drifthypothese: âLater maps [of the Old Ones], which display the land mass as cracking and drifting, and sending certain detached parts northward, uphold in a striking way the theories of continental drift lately advanced by Taylor, Wegener and Joly.âcite-ref-32[32]
Im Jahre 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann Walter Riml eine eigene Expedition nach GrĂśnland. Er wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-GrĂśnlandfahrt entstand der Film Das groĂe Eis â Alfred Wegeners letzte Fahrt.cite-ref-33[33] FĂźr den 1937 erschienenen Film wurden neben Aufnahmen von Walter Riml auch solche von Johannes Georgi und Kurt Herdemerten verwendet.cite-ref-34[34]
Mitgliedschaft
Seit 1899 gehÜrte er dem Akademischen Verein fßr Astronomie und Physik (später mathematisch-naturwissenschaftliche Verbindung Albingia im Schwarzburgbund) an.cite-ref-36[36]
Ehrungen
In Anerkennung von Wegeners wissenschaftlicher Bedeutung wurden nach ihm benannt:
⢠das 1980 gegrßndete Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum fßr Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven
⢠das Wegener Center fßr Klima und Globalen Wandel (WEGC) in Graz
⢠die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung (Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen und GroĂforschungseinrichtungen in Deutschland)
⢠die Alfred Wegener Medal der European Geosciences Union
In GrĂśnland:
⢠die Wegenerhalbinsel (dänisch Wegener Halvø)
⢠die Wegenerinseln (Wegener Ăer)
⢠der Alfred-Wegener-Berg (Alfred Wegener Bjerg) in den Stauning Alpercite-ref-37[37]
In der Antarktis:
⢠das Wegenerinlandeis, eine Region im KÜnigin-Maud-Land
⢠das Wegenerisen, ein Teil des Wegenerinlandeises
⢠der Mount Wegener, ein Berg in der Shackleton-Range im Coatsland
⢠der Wegener-Canyon, ein Tiefseegraben vor der Prinzessin-Martha-Kßste
⢠die Wegener Range, ein Gebirgszug im Palmerland auf der Antarktischen Halbinsel
In der Astronomie:
⢠der Asteroid (29227) Wegener
⢠der Mondkrater Wegener
In Deutschland:
⢠das Alfred-Wegener-Gymnasium in Neuruppin
⢠die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain bei Marburg
⢠eine Gedenktafel am Gebäude seiner frßheren Schule (1980).
⢠eine Oberschule in Berlin-Zehlendorf (1985)
⢠die WegenerstraĂe in Rheinau (Mannheim)
⢠der Alfred-Wegener-Weg in Hamburg-Neustadt (1935)
⢠Alfred Wegener Museum Zechlinerhßtte
⢠die Alfred-Wegener-StraĂe in Bremerhaven
Werke
⢠Die Alfonsinischen Tafeln fßr den Gebrauch eines modernen Rechners, Dissertation Berlin 1905 Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttps%3A%2F%2Fde.scribd.com%2Fdocument%2F326732104%2FDie-Alfonsinischen-Tafeln-fur-den-Gebrauch-eines-modernen-Rechners-pdf%23~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D
⢠Thermodynamik der Atmosphäre. 1911 und 1924.
⢠Die Entstehung der Kontinente und Ozeane. Vieweg, Braunschweig 1915. (Digitalisat)
⢠2., umgearbeitete Auflage. 1920 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D5g8LAQAAIAAJ~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
⢠3., gänzlich umgearbeitete Auflage. 1922 (Titelaufnahmehttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttps%3A%2F%2Fcatalog.lindahall.org%2Fpermalink%2F01LINDAHALL_INST%2F2tgg4a%2Falma99129413405961~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3DTitelaufnahme~PUR%3D bei lindahall.org [PDF; 51,5 MB]).
⢠4., umgearbeitete Auflage. 1929 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3DEntstehung1929~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
⢠Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1915 / mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen sowie neu erstelltem Index. Hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut fĂźr Polar- und Meeresforschung. â Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1929, 4., umgearb. Auflage. mit neu erstelltem Index / hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut fĂźr Polar- und Meeresforschung. Borntraeger, Berlin/Stuttgart 2005, ISBN 3-443-01056-3.
⢠Wind- und Wasserhosen in Europa. 1917 (Digitalisate: 9 PDFs)
⢠Das detonierende Meteor vom 3. April 1916, 3 1/2 Uhr nachmittags in Kurhessen. 1917 und 1918.
⢠Nachdruck: Elwert, Marburg 2001, ISBN 3-7708-1160-7.
⢠Der Farbenwechsel grosser Meteore. 1918.
⢠Durch die weiĂe WĂźste. 1919.
⢠Theorie der Haupthalos. 1926.
⢠Versuche zur Aufsturztheorie der Mondkrater. 1920.
⢠Die Entstehung der Mondkrater. 1921.
⢠Pilotballonaufstiege auf einer Fahrt nach Mexiko März bis Juni 1922.
⢠Die Klimate der geologischen Vorzeit. 1924, Wladimir KÜppen, Alfred Wegener
⢠Faksimile der 1. Auflage 1924 und englische Ăbersetzung: The climates of the geological past â Klimate der geologischen Vorzeit. Borntraeger, Berlin/Stuttgart 2015, ISBN 978-3-443-01088-1.
⢠Vertraulicher Bericht ßber die GrÜnland-Expedition 1929.
⢠Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1980, ISBN 3-201-01128-2.
⢠Die Entstehung der Kontinente und Ozeane. 1929
⢠Mit Motorboot und Schlitten in GrÜnland. 1930.
⢠Vorlesungen ßber Physik der Atmosphäre. 1935.
Literatur
BĂźcher
⢠Wolfgang Buchner: UnterstrÜmungen der Erde. Ampferer und Schwinner. Wegener und GrÜnland. Ausstellungskatalog. Stadtmuseum Graz 2003.
⢠Johannes Georgi: Im Eis vergraben. Erlebnisse auf Station âEismitteâ der letzten GrĂśnland-Expedition Alfred Wegeners 1930â1931. Brockhaus, Leipzig 1955.
⢠Mott T. Greene: Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche; Rezension von Ulf von Rauchhaupt in der F.A.Z. 29. Juli 2016).
⢠Hermann GĂźnzel: Alfred Wegener und sein meteorologisches Tagebuch der GrĂśnland-Expedition 1906â1908. (= Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 59). Universitätsbibliothek, Marburg 1991, ISBN 3-8185-0091-6.
⢠Johan Peter Koch: Durch die weiĂe WĂźste. Die dänische Forschungsreise quer durch NordgrĂśnland 1912â13. Deutsche Ausgabe besorgt von Prof. Dr. Alfred Wegener. Springer, Berlin 1919, DNB 573272115, doi:10.1007/978-3-642-94303-4.
⢠Jo Lendle: Alles Land. Roman. DVA, Mßnchen 2011, ISBN 978-3-421-04525-6.
⢠Christine Reinke-Kunze: Alfred Wegener, Polarforscher und Entdecker der Kontinentaldrift. Birkhäuser, Basel / Boston / Berlin 1994, ISBN 3-7643-2946-7.
⢠Klaus Rohrbach: Alfred Wegener, Erforscher der wandernden Kontinente. Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, ISBN 3-7725-1103-1.
⢠Klaus Rohrbach: Abenteuer in Schnee und Eis â Alfred Wegener Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente. Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-1758-7.
⢠Martin Schwarzbach: Alfred Wegener und die Drift der Kontinente. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1980, ISBN 3-8047-0582-0.
⢠Else Wegener: Alfred Wegeners letzte GrÜnlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen GrÜnland-Expedition 1930/1931 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebßchern des Forschers. Unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe herausgegeben von Else Wegener. 8. Auflage. Brockhaus, Leipzig 1937 (1. Auflage 1932, 14. Auflage. 1943).
⢠Else Wegener: Alfred Wegeners letzte GrÜnlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen GrÜnland-Expedition 1930/31 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebßchern des Forschers. Neue gekßrzte Auflage. der unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe von Else Wegener besorgten Ausgabe. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1953.
⢠Else Wegener: Alfred Wegener, Tagebßcher, Briefe, Erinnerungen. Brockhaus, Wiesbaden 1960.
⢠Gßnther Wessel: Alfred Wegener. Universalgelehrter, Polarreisender, Entdecker. Biografie. mareverlag, Hamburg 2024, ISBN 978-3-86648-692-8.
⢠Roland Wielen, Ute Wielen: Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut. Mit einer Anwendung seiner umgerechneten Alfonsinischen Tafeln auf den âAstronomischen Kalenderâ fĂźr 1448. Heidelberg 2017.
⢠Ulrich Wutzke: Der Forscher von der Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners. VEB Brockhaus, Leipzig 1988, ISBN 3-325-00173-4.
⢠Ulrich Wutzke: Durch die weiĂe WĂźste. Leben und Leistungen des GrĂśnlandforschers und Entdeckers der Kontinentaldrift Alfred Wegener. Perthes, Gotha 1997, ISBN 3-623-00354-9.
Aufsätze
⢠Imre Josef Demhardt: Alfred Wegenerâs Hypothesis on Continental Drift and its Discussion in Petermanns Geographische Mitteilungen (1912â1942). In: Polarforschung. 75, 2005, S. 29â35, hdl:10013/epic.29936.
⢠Franz und Diedrich Fritzsche: Die Familie des Polarforschers Alfred Wegener und ihre Wurzeln in Wittstock und Ruppin. In: Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: Jahrbuch. 16, 2007, S. 134â140, hdl:10013/epic.25566.
⢠Johannes Georgi: Alfred Wegener zum 80. Geburtstag. In: Polarforschung. Band 2, 1960, S. 3â102, hdl:10013/epic.29217.d001.
⢠Walter Kertz: Alfred Wegener â Reformator der Geowissenschaften. In: Physikalische Blätter. Band 36, 1980, S. 347â353, doi:10.1002/phbl.19800361203.
⢠Jo Lendle: Der Weltbildzertrßmmerer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. Januar 2012, S. 31.
⢠Cornelia LĂźdecke: Der Meteorologe Alfred Wegener. In: Naturwissenschaftliche Rundschau. Band 60, Heft 3, 2007, ISSN 0028-1050, S. 125â128.
⢠Dorit MĂźller: Eiskalte Grenzgänge. Alfred Wegeners GrĂśnlandexpedition im Kulturfilm von 1936. In: Filmblatt. Band 16, Heft 45, Sommer 2011, ISSN 1433-2051, S. 17â33.
⢠Ulrich Wutzke: Alfred Wegener. Kommentiertes Verzeichnis der schriftlichen Dokumente seines Lebens und Wirkens. In der Reihe: âBerichte zur Polarforschungâ, 288. Band, Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven, 1998. Eprint bei AWI.de
⢠Eckart Klaus Roloff: Tod im Klimaarchiv der Erde. Alfred Wegener â vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren in GrĂśnland umgekommen. In: Rheinischer Merkur. Nr. 43 vom 27. Oktober 2005, S. 10.
⢠Martin Stolzenau: Einer, der Wissens-Kontinente verschob. In: Heimat am Meer. Beilage zur Wilhelmshavener Zeitung. Nr. 25/2020, vom 5. Dezember 2020, S. 100.
⢠Matthias Dorn: Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil I. In: Die Geowissenschaften. Band 7, Nr. 2, S. 44â49, 1989, doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.44.
⢠Matthias Dorn: Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil II. In: Die Geowissenschaften. Band 7, Nr. 3, S. 61â70, 1989, doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.61.
⢠Ulrich Wutzke: Wegener, Alfred. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 27. Duncker & Humblot, Berlin 2020, ISBN 978-3-428-11208-1, S. 544â546 (deutsche-biographie.de).
Weblinks
Commons
: Alfred Wegener
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Wikisource: Alfred Wegener
â Quellen und Volltexte
⢠Literatur von und ßber Alfred Wegener im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Werke von und ßber Alfred Wegener in der Deutschen Digitalen Bibliothek
⢠Zeitungsartikel ßber Alfred Wegener in den Historischen Pressearchiven der ZBW
⢠Werke von Alfred Wegener im Projekt Gutenberg-DE
⢠Alfred-Wegener-Institut
⢠Alfred-Wegener-Stiftung
⢠Alfred Wegener Museum
⢠Wegener Zentrum fĂźr Klima und globalen Wandel â Graz
⢠Dagmar RĂśhrlich: Das Puzzle des Herrn Wegener (Memento vom 6. Dezember 2005 im Internet Archive) â Feature des Deutschlandradios vom 6. November 2005
⢠Christian Kehrt: The Wegener Diaries: Scientific Expeditions into the Eternal Ice. Digital exhibition, Environment & Society Portal (Rachel Carson Center for Environment and Society, 2013) (englisch)
⢠Alfred Wegener und der Weg zu einem neuen Bild der Erde. In: scinexx. 6. Januar 2012
⢠Wegener, Alfred Lothar. Hessische Biografie. (Stand: 6. Mai 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
⢠Wegener, Alfred im Frankfurter Personenlexikon
⢠Alfred Lothar Wegener, 1. November 1880â16. November 1930. In: familysearch.org (genealogische Daten)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Website des Alfred-Wegener-Museums in ZechlinerhĂźtte, abgerufen am 18. Mai 2022.
cite-note-22. â Roland und Ute Wielen: Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut. (PDF; 32,7 MB) 2.4.2 Wegener als Astronom der Urania-Sternwarte. In: archiv.ub.uni-heidelberg.de. Astronomisches Rechen-Institut, Zentrum fĂźr Astronomie, Universität Heidelberg, 2017, abgerufen am 8. März 2023.
cite-note-33. â Kurt Wegener: Das meteorologische Ergebnis der 52stĂźndigen Ballonfahrt vom 5. bis 7. April 1906. In: Meteorologische Zeitschrift. Band 23, 1906, S. 289â293.
cite-note-44. â Deutscher Freiballonsport-Verband e. V. (Hrsg.): Deutsche Rekordliste. (PDF; 225 kB) Stand: 1. April 2019. Gasballone. HeiĂluftballone. Anlage: Rekorde 1894 bis 1935. Anhang zur Deutschen Rekordliste â Klasse A. (PDF; 225 kB) In: dfsv.de, abgerufen am 10. September 2019.
cite-note-55. â Ulrich Wutzke: Wegener, Alfred Lothar. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 27. Duncker & Humblot, Berlin 2020, ISBN 978-3-428-11208-1, S. 544â546 (deutsche-biographie.de).
cite-note-66. â Kurhessischer Verein fĂźr Luftfahrt von 1909 e. V. Marburg (Hrsg.): 100 Jahre Kurhessischer Verein fĂźr Luftfahrt von 1909 e. V. Marburg. Marburg 2009, S. 44â54.
cite-note-77. â Christian Salewski: Biographie von Alfred Wegener. In: awi.de, abgerufen am 14. August 2025.
cite-note-88. â Evangelischer Diakonieverein Sindelfingen e. V. (Hrsg.): Burghalden-Rundschau. (PDF; 4,9 MB) Ausgabe I / 2012, S. 19.
cite-note-1111. â Alfred Wegener: Die Entstehung der Kontinente und Ozeane. Zweite Auflage. Verlag von Friedr. Vieweg & Sohn, 1920.
cite-note-fasz-1212. â Ulf von Rauchhaupt: Der Kopernikus der Kontinente. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 10. Von Rauchhaupt referiert Inhalte der Biografie von Mott T. Greene.
cite-note-1313. â Mott T. Greene: Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7, S. 466 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1414. â Wegener, Alfred. In: GEPRIS Historisch. Deutsche Forschungsgemeinschaft, abgerufen am 28. April 2023.
cite-note-1515. â Alfred Wegener: Mit Motorboot und Schlitten in GrĂśnland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge) im Projekt Gutenberg-DE. Verlag von Velhagen & Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930, 5. Kap. Wissenschaftliche Arbeiten auf dem Inlandeise.
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cite-note-1717. â Alfred Wegener: Mit Motorboot und Schlitten in GrĂśnland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge) im Projekt Gutenberg-DE. Verlag von Velhagen & Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930, 6. Kap. Hundeschlittenfahrten.
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